Buchbewertung: Eine Bluse macht noch keinen Sommer / Von Kunden, Modewissen und praktischen Tipps

Ich muss ja zugeben, dass ich verhältnismäßig wenig Gedrucktes lese – und wenn, dann nur Instyle & Co 🙂 Dreht es sich in einem Buch jedoch um Mode, sieht das sofort anders aus. Zu Weihnachten bekam ich von einer lieben Freundin das Buch „Eine Bluse macht noch keinen Sommer: Geschichten aus dem Kleiderschrank“ von Guido Maria Kretschmer geschenkt, das mir in den letzten Wochen ein treuer Begleiter auf dem Arbeitsweg war. In diesem Post möchte ich euch erzählen, worum es in diesem Buch geht und wie es mir gefallen hat.

Die Fakten

Das Buch hat 288 Seiten und ist in 16 Kapitel aufgeteilt. Jedes Kapitel beinhaltet ein Kleidungsstück als Thema, zu dem dann immer eine Geschichte aus Kretschmers Arbeit mit Kunden in seinem Atelier erzählt wird, gefolgt von Modewissen zu diesem Kleidungsstück und einigen Tipps, wie man und wer überhaupt das Teil tragen kann.

Was mir gefallen hat

Die Kapitel hatten eine schöne Länge, um sie in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit zu lesen (zwischen 10-20 min), das fand ich sehr praktisch.
Kretschmers Erfahrungen, die er im Laufe seiner Kariere mit Kunden aller Art gesammelt hat, sind zum Teil schräg, lustig, aber auch nachdenklich und traurig. Man kann dabei in andere Welten eintauchen: Von alten Damen auf einem Kreuzschiff, Bräuten mit seltsamen Vorstellungen bis hin zu reichen, arroganten und schwierigen Zicken ist alles dabei.
Das dazu passende Faktenwissen über Mode fand selbst ich als Fashionista noch leerreich (oder wisst ihr was „Popeline“ ist?). Materialien, Schnitte und verschiedene Stile eines Kleidungsstücks werden dabei ausführlich erklärt.
Schön fand ich auch die Tipps, welche zu verschiedenen Figurtypen gegeben wurden: Wer kann welchen Schnitt tragen, wie sollte man es kombinieren und worauf muss man achten.

Was mir weniger gefallen hat

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, nur ein Punkt hat mich ein bisschen gestört: Kretschmer gab den Figurtypen von Frauen (für mich) eher seltsame Namen, vermutlich wollte er damit lustig und locker wirken. Als ich aber zum ersten Mal „Kugelfisch“, „Buddhagirls“ oder „Walküre“ als Umschreibung für die Statur einer Frau gelesen habe, hatte ich eher gemischte Gefühle. Richtig nett klang das nicht, aber zugeben: Man gewöhnt sich im Laufe des Buchs daran 🙂

Insofern: Wer sich an meinem kleinen Kritikpunkt nicht stört, der kann das Buch getrost lesen 🙂 Wer neugierig geworden ist, kann es hier bei Amazon als Buch, CD oder Kindle Edition kaufen.

Kennt ihr das Buch schon? Wenn ja, wie fandet ihr es?

Eure Romi 🙂

Buchbewertung Eine Bluse macht noch keinen Sommer  Von Kunden, Modewissen und praktischen Tipps 1

Buchbewertung Eine Bluse macht noch keinen Sommer  Guido Maria Kretschmer

Buchbewertung Eine Bluse macht noch keinen Sommer  Von Kunden, Modewissen und praktischen Tipps

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10 Gedanken zu „Buchbewertung: Eine Bluse macht noch keinen Sommer / Von Kunden, Modewissen und praktischen Tipps“

  1. Wie schön, dass du davon schreibst! Ich hatte hin und wieder auch schon damit geliebäugelt, jetzt wo mir der Guido durch diese furchtbare Show aber so unsympathisch geworden ist, bin ich dann doch davon weg…wer weiß, vielleicht wird er mir durch das Buch ja wieder sympathisch? 😀

    Liebst
    Christin
    von Glasschuh.com
    besuch mich auf Facebook

  2. Tolle Buchvorstellung. Ich habe glaube sein erstes Buch gelesen und war ehrlich gesagt mehr als gelangweilt. Zum einen, weil keine einzige Figurbeschreibung auf mich zutraf (ich bin weder Walküre noch Kugelfisch) und sein Geschreibe ziemlich BlaBla fand. Die Leute kaufen das, weil er beliebt und dick in den Medien ist, aber wirklich Tiefgang dahinter ist da nicht. Das ist nicht wie bei Alexander McQueen, der raus aus London nach Milano ist, ohne Geld und nur mit dem Wunsch für Gigli und andere Designer arbeiten zu können. Er ist auch nicht so ein Genie wie Galliano oder so zart wie Glööckler (selbst der ist etwas zurückhaltender). Bei Guido kannst du wie bei Helene Fischer nicht mal mehr den Kühlschrank öffnen, ohne dass die das Actimel von ihm entgegen schreit. Der Kretschmar hat kein Rückrat mehr und bezahlt sogar seinen Praktikanten nicht mal das billige Gehalt von 400€. Das ist alles sehr schade.

    Ich drück dich mal ganz lieb aus der Ferne
    http://www.sugarpopfashion.com

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